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SOLO-Finals: Die Gewinner kommen zu Wort

SOLO-Finals: Die Gewinner kommen zu Wort
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Zum zweiten Mal in Folge wurden an den SOLO-Finals des SWISS WINDBAND AWARD vier Sieger gekürt: Leo Aschwanden gewann in der Kategorie «Modern Percussion» und Victor Sparleanu in der Kategorie «Classic Percussion». In der Kategorie «Wind Instruments» setzte sich Célestine Crelier bei den Holzblasinstrumenten durch, Nathan Goumaz gewann bei den Blechblasinstrumenten. Unisono hat mit ihnen gesprochen.

Ein paar Worte zum Final: Vorbereitung, Eindrücke vor, während und nach dem Auftritt …

Célestine Crelier (CC): Die Vorbereitung verlief gut. Ich habe mein Bestes gegeben und täglich gearbeitet, um meine Stimme zu beherrschen. Bei der Probe lief alles ganz natürlich ab. Die Atmosphäre im Orchester war sehr herzlich. Bevor es Richtung Bühne ging, war ich sehr nervös, aber sobald ich im Saal war, habe ich einfach den Augenblick genossen, meine schönste Musik gespielt und mein Stress hat nachgelassen. Das Publikum war begeistert, und es war mir eine Ehre, von diesem grossartigen Orchester begleitet zu werden. Carlo Balmelli, der Dirigent, war sehr aufmerksam und hat es verstanden, mir bei den Proben wie auch beim Finale Selbstvertrauen zu geben. Am Ende des Auftritts war ich zufrieden.

Junge Dame, spielt Querflöte
Célestine Crelier

Nathan Goumaz (NG): Ich habe mich während des Sommers individuell vorbereitet und dazu auch einige Stunden bei meinem Lehrer genommen. Die Probe mit dem Symphonischen Blasorchester am Vorabend des Finals war ein unglaubliches Erlebnis. Ich habe eine grosse Bewegungsfreiheit gespürt und mich vom Dirigenten und den Musikern wirklich unterstützt gefühlt. Trotz einem gewissen Druck hatte ich während des Auftritts enorm viel Freude, und nachdem ich gespielt hatte, war ich beruhigt und auch stolz auf mich.

Leo Aschwanden (LA): Die SOLO-Finals des SWISS WINDBAND AWARD waren gut organisiert und ich fand den Rahmen in Marin-Epagnier sehr gelungen. Besonders schön war es, viele bekannte Gesichter aus dem Nationalen Jugendblasorchester NJBO, aber auch aus diversen anderen (Projekt-)Orchestern wiederzusehen.

Victor Sparleanu (VS): Für das Finale habe ich mit «Glamour» von Casey Cangelosi ein neues Setup-Stück einstudiert. Da mein Fokus auf der Marimba liegt, war dies aufgrund der anderen Spielweise eine spannende Herausforderung. Am Wettbewerbstag lief alles rund, und da ich früh an der Reihe war, konnte ich die Auftritte der anderen Teilnehmer entspannt geniessen.

Was war mitentscheidend für deine Finalstück-Wahl?

CC: Zufällig hatte mir meine Lehrerin Laure Franssen von diesem Stück erzählt, das auf der Liste stand, dem «Concertino pour Flûte traversière Op. 107» von Cécile Chaminade. Ich sah darin ein Zeichen. Das Werk hat es mir ermöglicht, die ganze Schönheit der Musik zum Ausdruck zu bringen.

Junger Mann, spielt Euphonium
Nathan Goumaz

NG: Mein Lehrer hat mir mehrere Stücke vorgeschlagen, und ich habe mich für das «Euphonium Concerto» von Karl Jenkins entschieden. Besonders gefallen haben mir die Vielfalt der Sätze und die zahlreichen Besonderheiten, wie zum Beispiel die Multiphonik oder die Kadenz mit den Atemeffekten. Ich habe mir dieses Werk auch schon gerne angehört, was mich ganz natürlich dazu motivierte, es auszuwählen.

LA: Mit der «Sonata for Timpani» von John Beck, «Did you get what you deserve» von Sönke Herrmannsen für Drumset und «Atzucac» von Saul Gomez Soler für Snare habe ich drei Stücke auf verschiedenen Instrumenten gewählt, um die Vielseitigkeit der Perkussion zu zeigen, und weil ich alle drei sehr gerne spiele.

VS: Mit «Square One» von Joey Eng und «Bourrées» aus Bachs 3. Cello-Suite wollte ich die Marimba in zwei extrem unterschiedlichen Facetten zeigen: von moderner technischer Komplexität bis hin zu barocker Präzision und Feinfühligkeit - Kontraste, die für meine Wahl entscheidend waren. «Glamour» ergänzte das Programm um neue Klangfarben und ein visuelles Element, da die Anordnung der Instrumente auf einem Camping-Tisch an ein Picknick-Thema angelehnt war.

Junger Mann an der Perkussion
Victor Sparleanu

Wie sehen deine nächsten musikalischen Schritte aus?

CC: Ich habe gerade mein Bachelorstudium an der Musikhochschule Lausanne begonnen. Ich freue mich sehr, dort studieren zu dürfen. In den nächsten Jahren werde ich mich voll und ganz meinem Musikstudium widmen. Ich habe noch keine konkreten Zukunftspläne, hege aber den tiefen Wunsch, von der Musik leben zu können - sei es als Lehrerin, Orchestermusikerin oder Solistin.

NG: Meine nächsten Termine sind die nationalen Wettbewerbe mit der Brass Band Fribourg und der Freiburger kantonale Solistenwettbewerb. Ausserdem werde ich im Winter die Rekrutenschule im Militärspiel absolvieren.

LA: Ich freue mich darauf, die Musik in den nächsten Jahren weiterhin als intensives Hobby auszuüben: Einerseits in meinen Stammvereinen, der Stadtharmonie Zürich Oerlikon-Seebach und dem Sinfonieorchester Tifico, andererseits in verschiedenen Projektorchestern in Zürich und der Schweiz - je nach Lust und Zeit

Leo Aschwanden an den Timpani
Leo Aschwanden

VS: Das Marimbaphon ist seit rund elf Jahren mein wichtigster Ausgleich. Mir ist jedoch bewusst, dass die Leidenschaft für das Instrument für mich am besten erhalten bleibt, wenn es ein intensives Hobby bleibt und nicht zum Beruf wird. So stellt die Musik einen Ruhepol dar, mit dem ich einen guten Ausgleich zu meinem Alltag finde. Ich freue mich darauf, mich auch künftig weiterzuentwickeln und weitere Wettbewerbe zu besuchen.