Der Europäische Brass-Band-Wettbewerb 2026 findet im April in Linz (A) statt. Die Schweiz wird dort bei den verschiedenen Wettbewerben wie auch in der Europäischen Jugend Brass Band und beim Solistenwettbewerb würdig vertreten sein.
Vom 23. bis 26. April findet im Brucknerhaus in Linz (A) der 48. Europäische Brass Band Wettbewerb (EBBC) statt.

Die Schweizer Delegation wird durch die Valaisia Brass Band (Arsène Duc) in der «Championship Section» vertreten sein. Die St. Galler Formation Liberty Brass Band Junior (Roman Ledergerber) tritt ihrerseits in der «Premier Section» des Wettbewerbs an, der den Jugendbands vorbehalten. ist.
Wie üblich wurden die neuen Pflichtstücke von Komponisten des Gastgeberlandes geschrieben (siehe Kasten). So wird die Valaisia Brass Band neben ihrem frei gewählten Stück «Alienus» von Thomas Doss und die Liberty Brass Band Junior «Burn the Church!» von Otto M. Schwarz aufführen, dem sie ein Programm ihrer Wahl hinzufügen wird.

Weitere junge Schweizer Musiker werden in Linz dabei sein. Allen voran der Bündner Cornetist Simon Gabriel, der sich zusammen mit sieben weiteren Kandidaten für die zweite Runde des Solistenwettbewerbs qualifiziert hat, eines Parallelevents der Ausgabe 2026. Am 23. April werden die drei Finalisten von der Brass Band Fribourg begleitet.

Drei weitere junge Schweizer werden in den Reihen der European Youth Brass Band (EYBB) spielen: Julie Pralong auf dem Cornet, Lou-Ann Marquis auf dem Es-Horn und Vincent Crausaz auf dem Euphonium.
Wie üblich sind die Expertengremien international besetzt. So wird die zweite Runde des Solistenwettbewerbs von den Österreichern Thomas Ludescher und Felix Geroldinger bewertet. Im Finale werden Katrina Marzella-Wheeler (Schottland), Margaret Antrobus (Norwegen) und Edward Gregson (England) den Vorsitz führen.
Margaret Antrobus, Jan Van der Roost (Belgien) und Philip Harper (England) werden die Darbietungen der Formationen der «Championship Section» beim Pflichtstück bewerten, während Grethe Tonheim (Norwegen), Edward Gregson und Thomas Ludescher über den Ausgang der Runde beim Selbstwahlstück entscheiden. Grethe Tonheim und Jan Van der Roost werden ausserdem den Nachwuchswettbewerb bewerten.
Weit mehr als nur «ausserirdisch» - «Alienus» steht für das Fremde, das Unbekannte, das Seltsame, für das, was von jenseits kommt - und tiefere Fragen in uns aufwirft. Dieses Werk erzählt die Geschichte einer Begegnung zwischen Menschen und einer rätselhaften, schlafenden ausserirdischen Kreatur. Die Klangwelt des Werks ist inspiriert von «Wachet auf, ruft uns die Stimme» (J.-S. Bach).
Dieses Werk ist von einer dramatischen Begebenheit aus dem 16. Jahrhundert inspiriert. Während der religiösen Konflikte, die das heutige Nordfrankreich erschütterten, fand eine Gruppe verfolgter Protestanten Zuflucht in einer Kirche in Wattrelos. Das Gebäude wurde in Brand gesteckt. Nur wenige konnten dank der Hilfe der Einwohner entkommen. Dieses Stück ist eine Bearbeitung der ursprünglichen Fassung für Blasorchester.
