Der Schweizerische Brass Band Verband (SBBV) hielt im März seine Jahresversammlung ab. Auf den Traktanden standen unter anderem die Bilanz der letzten drei Jahre in Luzern und die Ernennung eines Ehrenmitglieds.
Am 21. März 2026 versammelte die 48. Delegiertenversammlung des SBBV in Bern 50 Vertreter aus 36 der 62 Mitgliedsvereine.
Diese Jahresversammlung bot dem Vorstand des SBBV die Gelegenheit, eine Bilanz der drei Jahre zu ziehen, in denen der Schweizer Brass Band Wettbewerb in Luzern stattgefunden hat. Diese war mit erheblichen Mehrkosten verbunden, insbesondere aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung.
Auch die Billettsteuer, die in Luzern erhoben wurde, in Montreux aber nicht, fiel stark ins Gewicht. Ebenso verursachten im Jahr 2025 die Aufträge für sechs Werke anlässlich des 50. SBBW erhebliche Kosten. Der Vorstand stellte jedoch klar, dass diese Aktion - seines Wissens ein einzigartiges Privileg in der Brassbandszene - in jeder Hinsicht Ausnahmecharakter hatte.
Die drei Jahre in Luzern haben die Finanzen dennoch nicht übermässig belastet, da die zuvor gebildeten Rückstellungen den Mehraufwand abfedern konnten.
Beim SBBW 2026 werden die Schweizer Brass Bands am 28. und 29. November wieder im 2m2c in Montreux zu Gast sein. Und es wird ein besseres finanzielles Gleichgewicht erwartet. Die ersten Gespräche mit den lokalen Verantwortlichen lassen auf eine vielversprechende Zukunft hoffen.
Der Vorstand wies zudem auf den Stellenwert der «Verdienstauszeichnung» 2025 hin, die an vier Pioniere der Schweizer Brassband-Bewegung verliehen wurde. Diese haben nicht nur als Ausbilder eine entscheidende Rolle gespielt, sondern auch auf der Bühne des SBBW geglänzt: Markus S. Bach, Pascal Eicher, Yves Illi und Géo-Pierre Moren.
Die Versammlung legte eine Schweigeminute zum Gedenken an Letzteren ein, der nicht nur Preisträger des oben genannten Preises, sondern auch Ehrenmitglied des SBBV war und am 2. Februar dieses Jahres verstorben ist.
Traditionsgemäss hat die Musikkommission des SBBV die Teststücke für den nächsten SBBW bekanntgegeben (siehe Kasten). Mit vier von sechs Namen stehen die Schweizer Komponisten im Rampenlicht: Stephan Hodel (Elite), Bertrand Moren (2. Klasse), Mario Bürki (3. Klasse) und Gauthier Dupertuis (4. Klasse).
Zwei englische Komponisten vervollständigen die Liste: Philip Wilby (1. Klasse) und Derek Bourgeois, dessen Musik seit 2002 nicht mehr in der Höchstklasse vorgeschrieben war.
Aufgrund eines fristgerecht eingereichten Antrags eines Mitgliedsvereins wurde beschlossen, dem Verband die Jahresrechnung und das Budget im Vorfeld der DV in gesicherter Form zur Verfügung zu stellen.
Der gesamte Vorstand wurde für eine Amtszeit von zwei Jahren wiedergewählt. Charles Brand, seit 2002 Rechnungsrevisor, teilte mit, dass er nicht erneut kandidieren wolle. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.
Ariane Brun, ehemalige Präsidentin und Ehrenmitglied, wurde zu seiner Nachfolgerin gewählt. Der zweite Revisor, Walter Sieber, wurde in seinem Amt bestätigt.
Die nächste Delegiertenversammlung findet voraussichtlich am 13. März 2027 statt.
Höchstklasse: Apocalypse, Derek Bourgeois (GB)
Elite: Phoenicia, Stephan Hodel (CH)
1. Klasse: Lowry Sketchbook, Philip Wilby (GB)
2. Klasse: The Son of The Sun, Bertrand Moren (CH)
3. Klasse: Der Magnetberg, Mario Bürki (CH)
4. Klasse: Postcards from Tomorrow, Gauthier Dupertuis (CH, Version SBBW 2026)
