Am Eidgenössischen Musikfest EMF26 in Biel/Bienne hat die unisono-Redaktion mit verschiedenen Persönlichkeiten aus dem Blasmusikwesen gesprochen und ihnen jeweils drei Fragen gestellt.

Sehr emotional. Beide Werke - «Palindrom» von Mario Bürki (Pflichtstück) und «Wings to Fly» von Thomas Doss (Selbstwahlstück) - verlangen vom Dirigentenpult aus gesehen sehr viel. Bei Palindrom ist es herausfordernd, zu musizieren und dabei die Zuhörenden «zu packen», aber ich glaube, das ist uns gelungen. Der Schwierigkeitsgrad des Aufgabestücks war an der oberen Grenze, insbesondere die Artikulation - sie wird in der Mitte des Stücks umgekehrt. Das könnte selbst für einen Verein der oberen Klasse eine Herausforderung sein. Mit Wings to Fly haben wir uns bewusst der Herausforderung «Intonation» gestellt. Ich habe das Gefühl, dass wir es nicht schlecht getroffen haben, es hatte einige Kratzer drin, aber die Musik lebte - beim Dirigieren kamen mir sogar die Tränen.
Mit rund 28 Leuten sind wir für eine Harmonie unterbesetzt, deshalb sind wir auf Aushilfen angewiesen, obwohl es nicht viele sind. Weiter ist das Niveau unter den Bläsern unterschiedlich, aber das soll auch Platz haben, das ist mir ganz wichtig. Denn Spitzenvereine leben von Musikantinnen und Musikanten, die sich von solchen Dorfvereinen aus hochgearbeitet haben.
Auch ein schwächerer Verein kann Besonderes leisten. Dies bei den Mitgliedern zu finden und das Beste aus ihnen herauszuholen, motiviert mich. Es ist viel Arbeit, und manchmal habe ich auch schlaflose Nächte [lacht], aber die Motivation, solche Highlights zu schaffen, bleibt.

Sie hatten vor allem eine grosse Motivation, am Paradewettbewerb teilzunehmen, und natürlich wollten sie eine gute Leistung zeigen. Die zehnjährige Durststrecke hat dabei sicherlich eine Rolle gespielt. Aber insgesamt würde ich von einer sehr positiven Bilanz sprechen.
Als Spezialist auf diesem Gebiet bedauere ich das ein wenig. Aber 85 % der am EMF auftretenden Vereine haben sich für den Paradewettbewerb angemeldet. Das Interesse an dieser Disziplin ist also offensichtlich, und ich hoffe natürlich, dass diese Begeisterung auch in Zukunft anhält.
Das Engagement der jungen Leute zu sehen, berührt mich immer wieder von neuem. Ich erinnere mich an einen kleinen Jungen, der die Becken spielte, in einer Formation, die Evolutionen vorführte. Er war extrem konzentriert, das hat mich wirklich beeindruckt. Nach dem Auftritt habe ich mit ihm ein «High Five» gemacht. Der Dirigent erzählte mir später, dass die Augen des Kleinen vor Freude und Stolz leuchteten. Wenn das kein Höhepunkt ist, dann wird es nie einen geben [Augenzwinker].

Ich habe die Rekrutenschule im Militärspiel absolviert und bin so zur Blasmusikszene gekommen. Heute spiele ich in den Musikgesellschaften von Novazzano und Olivone (TI). Ich bekam eine E-Mail von der Militärmusik: Sie suchten Personen für diese Aufgabe, die gute musikalische Kenntnisse erforderte. Mir wurde das Vortragslokal in der Pauluskirche zugeteilt.
Vor dem Fest haben wir die Noten vorbereitet, die wir den Experten bereitstellen, und wir haben den Umgang mit der für die Wettbewerbe entwickelten Software geübt. Wir zählen die Musiker auf der Bühne und machen Fotos für die Kontrollen. Ausserdem sind wir für die korrekten Infos auf den Bildschirmen in den Lokalen zuständig und achten darauf, dass die Zeitvorgaben eingehalten werden.
Nebst ein paar organisatorische Pannen, läuft alles rund: Es ist eine tolle Erfahrung! Ich konnte neue Leute kennenlernen und neue musikalische Welten entdecken. Ich habe zwar keine Gelegenheit, die Formationen zu hören, die in den anderen Sälen spielen, aber abends treffe ich auf der Esplanade verschiedene Freunde und Bekannte aus der Blasmusikszene. Es ist schön zu sehen, wie die Musiker ihre Erfolge feiern. Bei der nächsten Ausgabe würde ich gerne selbst mitspielen!

Das ist mein drittes Eidgenössisches Musikfest. Ich habe in Montreux teilgenommen und einige Jahre zuvor in Interlaken. Das erste war also vor 30 Jahren; ich war damals noch sehr, sehr jung [lacht].
Eine solche Vielzahl an Musikantinnen und Musikanten aus allen Ecken der Schweiz zu treffen, ist einfach grossartig. Und einzigartig. Ganz zu schweigen vom zahlreichen Publikum. Ein Andrang, der die grosse Beliebtheit der Blasmusik in unserem Land widerspiegelt. Ist das nicht wunderbar?
Ich persönlich habe mich bewusst davor gehütet, es vorschnell zu beurteilen. Es stimmt allerdings, dass es zu Beginn der Probenphase ziemlich schwer zu verstehen oder in den Griff zu bekommen war. Doch als ich die Bühne verliess, wurde mir klar, dass das Stück mir letztendlich gefallen hat und, dass es mir vor allem viel Spass gemacht hat, es zu spielen. Vielleicht war genau das die Challenge?!

Einerseits mache ich Radio - verschiede Einsätze fürs Rätoromanische Radio - und bereite die Sendung «Artg musical» direkt aus Biel am Sonntag, 17. Mai vor. Andererseits bin ich auch als Online-Redaktor im Einsatz und aktualisiere den Hauptbeitrag regelmässig mit News und den neusten Videos.
Die Radiosendung «Artg musical» gibt es jeden Sonntagmorgen von neun bis zehn Uhr. «Artg» bedeutet Bogen - in dieser Sendung «spannen wir den Bogen» über viele Musiksparten, dazu gehören Blasmusik ebenso wie Chorgesang und moderne oder klassische Musik. Für die Sendung direkt aus Biel haben wir verschiedene rätoromanische Interviewpartner gesucht und auch gefunden - Dirigenten, Musikantinnen und Musikanten - um eine paar O-Töne von ihnen zu sammeln. Zudem können wir auch bereits Aufnahmen von den Bündner Formationen integrieren, die in Biel aufgetreten sind. Gestern Abend (das Interview fand am Sonntagmorgen statt) haben wir dann alles zusammengeschnitten, und in der Nacht ging die Sendung online.
Es erstaunt und freut mich, dass wirklich viele Zuhörende anwesend und die Säle in Biel überall voll sind. In Lugano war das damals leider nicht so. Weiter möchte ich der Stadt Biel und dem OK EMF26 meinen hohen Respekt zollen. Angesichts der Zeit, die ihnen noch zur Verfügung stand, haben sie es wirklich sehr, sehr gut organisiert.

Wir sind sowohl am Donnerstag als auch am Freitag zweimal marschiert. Am Freitag haben wir zudem ein Konzert auf dem General-Guisan-Platz gegeben. Am Samstag eröffneten wir den Parademusikwettbewerb.
Das Publikum weiss die seltene Gelegenheit, das Spiel der Päpstlichen Schweizergarde zu sehen, sehr zu schätzen. Wir werden stets bejubelt und angefeuert - das stärkt unseren Stolz, unsere Uniform zu tragen und den kleinsten Staat der Welt zu vertreten.
Wir freuen uns, den Vatikan zu verlassen - was nur ein- oder zweimal im Jahr vorkommt -, um in der Schweiz zu spielen und für unsere Garde zu werben. Und noch mehr, dies im Rahmen einer Veranstaltung zu tun, bei der die Musik alle Regionen des Landes vereint. Ich persönlich habe es sehr genossen, so viele bekannte Gesichter zu treffen.



Beat: Dieser Stand dient uns in erster Linie dazu, unsere Kundenbeziehungen zu pflegen - und vielleicht auch neue Kunden zu gewinnen -, vor allem aber dazu, Kollegen und Kolleginnen sowie Musikerinnen und Musiker zu treffen. Und natürlich ist es uns wichtig, die Organisation durch unseren Sponsoringbeitrag zu unterstützen. Damit möchten wir zeigen, dass wir für alle Musikerinnen und Musiker in der Schweiz da sind.
Jana: Und das alles in dieser wunderbaren Atmosphäre. Alle scheinen glücklich, hier zu sein, was uns noch mehr motiviert.
Jana: Sehr viel. Wir hatten bisher mehr als zwanzig Notfälle. Meistens bei Holzinstrumenten, insbesondere wegen Problemen mit den Klappen, deren Mechanismus sehr empfindlich ist.
Beat: Natürlich, etwas Kleinmaterial, Regenschütze oder Öl. Aber wir verkaufen keine Instrumente, auch wenn unser Sortiment umfangreich und vielfältig ist. Es ist jedoch wichtig, dass die Leute sehen, was es gibt. So können sie später mit einer klareren Vorstellung von den Produkten und Preisen in den Laden kommen.
Jana: Und diejenigen, die uns noch nicht kannten, wissen jetzt, wer wir sind.
Beide zusammen: Das Wichtigste ist, dass weiterhin alle Musik machen.

Andrea: Ich fand es mega schön, war aber auch sehr nervös. Wir sassen vor dem Vortrag ziemlich lange auf der Bühne und mussten warten. Das war nicht so angenehm. Aber ich habe das Gefühl, dass es gut gelaufen ist. Viel besser als vorhin können wir nicht spielen.
Barbara: Sobald wir gestartet sind, war ich nicht mehr nervös, und es ist wie am Schnürchen gelaufen.
Andrea: Die Freude, dass es gut gelaufen ist, ist da.
Barbara: Und auch die Erleichterung, dass es jetzt vorbei ist.
Andrea: Von hier aus gehen wir jetzt direkt zum Fotopunkt fürs Vereinsbild. Und danach können wir um halb ein Uhr hoffentlich im Trockenen die Parademusik absolvieren. Genau, und danach geniessen wir das Fest!


Ein Komponist schreibt ein Stück so, wie ein Architekt ein Haus entwirft. In diesem Fall galt es, die Struktur unter Berücksichtigung der geforderten Spieldauer und der Anforderungen eines Wettbewerbs zu gestalten. Ein Pflichtstück muss von der Technik bis zum Ausdruck und von der Intonation bis zur Transparenz alle Aspekte beinhalten. Sobald diese Struktur jedoch feststeht, kann sich die eigene künstlerische Freiheit in alle Richtungen entfalten.
Der Titel nimmt eindeutig Bezug auf das Thema des Traums. Ich wollte ein Stück schreiben, in dem sich die einzelnen Abschnitte nicht auf konkrete Bilder beziehen, sondern beim Zuhörer Assoziationen hervorrufen. Das gesamte Stück basiert auf wenigen thematischen Elementen, die sich in allen Sätzen wiederholen: Das verleiht dem Ganzen eine starke Bindung. Zudem habe ich neue klangliche Kombinationen entwickelt, mit denen ich sehr zufrieden bin.
Ein Stück zu dirigieren, das man selbst geschrieben hat, ist nicht einfacher, ganz im Gegenteil: Die Berufe des Komponisten und des Dirigenten unterscheiden sich grundlegend voneinander. Der Komponist muss seine gedankliche Vorstellung zu Papier bringen, während der Dirigent die Musik aus dem vor ihm liegenden Skript herausholen und an seine Musiker weitergeben muss. Bei den Proben besteht die Gefahr, dass man Fehler oder Anweisungen nicht beachtet und als Affront gegen die eigene Arbeit empfindet.

Nein. Nun ja, ... doch. Vor zehn Jahren beim Eidgenössischen in Montreux, an dem ich ebenfalls als Jurymitglied tätig war. Diese Begeisterung ist wirklich unglaublich; man spürt bei jeder Musikerin und jedem Musiker die Leidenschaft für ihre/seine Interpretation, das ist natürlich, aber ganz allgemein auch ein Ideal.
Wenn man sich die Ensembles ansieht, wird schnell klar, dass es sich um Dorfvereine handelt: Alle Altersgruppen sind vertreten. Am beeindruckendsten sind jedoch die Selbstwahlstücke, die ich bewerte. Ihre ausgewählten Werke gehören derzeit zu den schwierigsten. Und die Darbietungen sind absolut bemerkenswert. Die Erfahrung, auf diesem Niveau zu spielen, muss insbesondere für die Jüngsten einfach fantastisch sein.
Die Energie, die von der Bläser- und Perkussionsbewegung in der Schweiz ausgeht, ist absolut fantastisch. Wir müssen alles tun, um diesen Weg weiterzugehen, denn wir können uns in diesen geopolitisch schwierigen Zeiten glücklich schätzen, so viele Menschen für eine gemeinsame Leidenschaft versammeln zu können. Für das Wohl der Menschheit ist das von grundlegender Bedeutung. Und die Schweizer Bewegung steht nicht still. Setzen Sie also Ihre Arbeit für die Zukunft fort und bringen Sie neue Komponistinnen und Komponisten ans Licht. Wenn man ein solches Fest verlässt, kann man das nächste nur mit Ungeduld erwarten.

Es fühlt sich super an und hat, obwohl es auch sehr streng war, extrem viel Spass gemacht. Ich war einerseits für die Fotografie am Event und andererseits für die Vereinsbilder verantwortlich. Für zweiteres habe ich vier Fotografen angestellt, damit ich mich auf den Anlass konzentrieren konnte.
Besonders interessant war für mich an diesem Grossevent, dass es viele verschiedene «Bühnen» gab - die Konzertlokale, das Fest selbst mit der Esplanade, den Foodmeilen und dem Guisanplatz, die Marschmusikstrecken ... ganz viele Orte drinnen und draussen mit vielen Leuten. Das ist für einen Fotografen ein Paradies, um Impressionen von Menschen festzuhalten.
Ich habe meinen Fokus dabei nicht nur auf ganze Musikformationen gelegt, sondern auch auf Details und Einzelpersonen, um die Emotionen auf den Fotos zu zeigen. Das war ein riesiges Erlebnis für mich.
Ja, ich habe vom OK EMF26 einen Plan erhalten mit Fixpunkten, die ich zu fotografieren hatte. Die Organisation war aus meiner Sicht und in Anbetracht der kurzen Zeit sensationell. Ich bekam klare Anweisungen und hatte trotzdem Freiheiten mit freien Slots dazwischen, die ich selbst gestalten konnte. Auch die Verpflegung war top organisiert - kaum bei der Helferverpflegung angekommen, konnte ich schon essen. Ein grosses Kompliment an das OK, das dieses Fest aus meiner Sicht top organisiert hat.
Zur Vorbereitung bin ich am Mittwochmorgen angereist. So hatte ich vor der abendlichen Eröffnungsfeier genug Zeit, die Schauplätze zu besuchen, sie mir in Ruhe anzuschauen und meine Gehwege kennenzulernen.
Die Leute waren trotz kalter Witterung top aufgelegt und die Feststimmung war bombastisch. So konnte ich mit der Kamera nur positive Emotionen einfangen, das hat mega Spass gemacht!
Bei Events und Konzerten fühle ich mich als ehemaliger Musikant sehr heimisch und habe ein gutes Gespür dafür, wann ich abdrücken muss, um tolle Szenen einzufangen. Ich möchte mit meinen Bildern auch Menschen berühren, die nichts oder wenig mit der Blasmusik zu tun haben, um unsere Kultur auch ihnen schmackhaft zu machen.

Carla und Mattia: Das Konzert der Swiss Army Big Band, das am Freitag auf RTS La Première ausgestrahlt wird, die Konzerte von Traktorchester und dem Molotow Brass Orkestar, die am selben Tag auf RSI Rete Due zu hören sind, sowie «La domenica popolare», das am Sonntagmorgen auf RSI Rete Uno ausgestrahlt wird. Wir sind aber auch separat in anderen Sendungen vertreten, die in anderen Sprachregionen ausgestrahlt werden.
Carla: Ich bin bereits zum dritten Mal an einem Eidgenössischen Fest dabei: Ich habe schon St. Gallen und Montreux miterlebt, bei denen die Auftritte der Bands vor einer atemberaubenden Kulisse stattfanden. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Eröffnungskonzert, das von einem meiner Lieblingsensembles, der Swiss Army Big Band, bestritten wurde, mit der ich 2007 die Ehre hatte, zusammenzuarbeiten.
Mattia: Ich bin das zweite Mal dabei: Ich habe als Musiker mit der Civica Filarmonica di Mendrisio in Montreux teilgenommen. Dort habe ich zum ersten Mal im Auditorium Stravinski gespielt, einem der schönsten Konzertsäle der Schweiz. Eine bleibende Erinnerung.
Carla: Der Marschmusikwettbewerb und die beeindruckenden Darbietungen mit Evolutionen, aber vor allem die magische Atmosphäre, die wie bei jeder Ausgabe entstanden ist: Dank der Musik, die überall auf den Strassen erklang, hat die Stadt ein ganz neues Gesicht bekommen. Wenn man sich mit den Kameras unter die Musiker mischt, spürt man ihre ganze Energie.
Mattia: Die Energie, von der Carla spricht: Das ist wirklich das richtige Wort, um das Gefühl zu beschreiben, das ich habe, wenn ich sehe, wie die Esplanade von morgens bis abends voller Menschen ist - vor allem voller junger Leute, die alle dank der Musik hier zusammenkommen. Und auch die Tatsache, dass ich meine Kollegen wiedertreffen kann, die mit mir in der Militärmusik gespielt haben.

Laura: Für mich ist es das erste Mal bei der Musikgesellschaft, und es ist eine schöne Erfahrung, den Verein so unterstützen zu dürfen.
Melanie: Ich mache es sicher schon seit drei Jahren. Für mich hat es generell eine traditionelle Bedeutung, die Tracht zu tragen. Es immer eine Ehre, wenn man als Ehrendame dastehen und gut aussehen darf [lacht].
Melanie: Genau, es fehlen nur die schwarze Haube und die schwarzen Handschuhe. Wir haben beschlossen, diese am Musikfest nicht zu tragen. Es ist eine teure Tracht. Mein Silberschmuck ist aus echtem Silber, nicht nur versilbert, das gibt es ja auch. Das Spezielle an meiner Tracht ist die grüne Schürze, so eine sieht man nicht so oft. Ich habe sie mir extra anfertigen lassen und trage sie heute das erste Mal.
Melanie: Ich bin damit aufgewachsen, mein Vater ist Jodler. Ich selbst bin in einer Trachtengruppe, wo ich tanze und auch singe. Ich bin stolz auf meine Tracht und trage sie sehr gerne.
Laura: Ich jodle aus Freude und mit der Familie und spiele auch Schwyzerörgeli. Dort trage ich die Tracht auch ab zu, aber ohne Silberschmuck, weil beim Örgelen die Gefahr besteht, dass man hängen bleibt und das Silber kaputtgeht. Das wäre sehr schade, weil es eine sehr teure Tracht ist.


Man merkt, dass sich alle Formationen sehr, sehr gut und gewissenhaft vorbereitet haben. Sie legen grossen Wert auf die Artikulation und das Zusammenspiel. Manche haben sich jetzt schon sehr gut präsentiert, und ich würde sagen, dass das Aufgabestück (Palindrom, Mario Bürki) für die vierte Klasse gut machbar ist und ihnen die Chance gibt, ihr Potenzial abzurufen.
Es ist sehr spannend, zu sehen, wie die Vereine die Stücke mit ihrer oft nicht so ausgeglichenen Besetzung meistern. Ein grosser Teil der teilnehmenden Vereine in dieser Kategorie kommt ohne oder mit nur sehr wenig Aushilfen an dieses Fest und versucht, das herauszuholen, was sie mit ihrer Besetzung können. Das gelingt den meisten wirklich sehr gut, weil sie sich untereinander gut kennen und wissen, welche ihrer Register im Gesamtklang eher leiser und welche eher etwas lauter sind.
Ich finde es sehr lässig, dass ich meine Juryberichte jetzt auf dem Tablet oder dem Laptop schreiben kann. Ich weiss aber auch, dass gewisse Juroren Mühe haben, digital so schnell zu schreiben. Für mich ist es angenehmer, es belastet meine Hände weniger und man wird meine Schrift auch heute Abend um neun Uhr noch lesen können.