Wenn Sie auf «Alle Cookies akzeptieren» klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu, um die Navigation auf der Website zu verbessern, die Nutzung der Website zu analysieren und unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.
Die unisono-Redaktion hat sich unters Volk gemischt und dabei ihre Eindrücke vom Fest, von den Musikantinnen und Musikanten, den offenen Bühnen und dem gross(artig)en Publikum festgehalten.
Als Ehrengäste erleben die Angehörigen des Redaktionsteams am Mittwochabend gemeinsam mit zahlreichen Gästen und Einheimischen eine sehr authentische Eröffnungsfeier auf der Esplanade. Verschiedene Musikgruppen zeigen eindrücklich auf, wie unterschiedlich und variantenreich die Blasmusik ist. Nebst bekannten Persönlichkeiten als Gastredner, unter ihnen Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, erhält insbesondere auch die musizierende Jugend mit dem JUBIS, dem Jugendensemble der Bieler Stadtmusik, eine Stimme.Nach dem offiziellen Festakt ging es im Theater NEBIA mit einem fulminanten Konzert des Symphonischen Blasorchesters Schweizer Armeespiel und einem Apéro weiter.Donnerstagvormittag vor dem Volkshaus: Mitglieder der Musikgesellschaften Herzogenbuchsee, Ostermundigen und Wasen haben soeben schöne Konzertvorträge gehört. «Das Niveau ist hoch und es macht Spass, zuzuhören», sind sie sich einig. Auch das «Ambiente, wenn man vom Bahnhof her in die Stadt kommt, ist super.»Überall in der Stadt trifft man auf gut gefüllte oder volle Konzertsäle - das freut das Musikantenherz! Hier im Volkshaus mit der Concert Band Oensingen-Kestenholz.Nach und nach kamen die Musikgesellschaften, um zu essen. Ein bunter Anblick in der Turnhalle Esplanade und eine ausgelassene Stimmung waren garantiert!Donnerstagnachmittag: Auch der Shuttlebus ist voller Musikantinnen und Musikanten - hier unterwegs ins BBZ Biel mit der Vereinsmusik Kriegstetten.Freitag, kurz vor dem Mittag: Wer da wohl musiziert und so viele Schaulustige anzieht? Es ist Enrico Lenzin. Er gilt als einer der vielseitigsten und kreativsten Schlagzeuger, Alphornspieler und Rhythmuskünstler des Landes. Seine Solokarriere begann das musikalische Multitalent 2016 mit dem Auftritt bei den «Grössten Schweizer Talenten».Am Freitagabend ist die Partystimmung auf der Esplanade rund um und unter dem Paragu ebenso fantastisch wie an allen anderen Abenden auch. Überall glückliche Gesichter in Feierlaune und top Bands auf der Mainstage.Es ist nach den Erfahrungen in Luzern und Montreux bereits das dritte Mal, dass man sich im Engadin zusammenschliesst, um an einem EMF teilzunehmen. Im Frühjahr 2025 begannen Reto Lehner, Yvonne Rauch und Reto Rauch mit den Vorbereitungen, gründeten den Verein und reichten die Anmeldung ein. Im Sommer wurde der Probenplan veröffentlicht - drei, vier- bis fünfstündige Treffen an Samstagnachmittagen im April 2026 - mit der Bitte an die Vereine der mitmachenden Musiker, an diesen Terminen keine anderen Veranstaltungen zu planen. Schliesslich trat die Formation in Biel mit 70 Musizierenden aus 13 Dorfvereinen auf.Reto Lehner, der die Leitung der Formation übernommen hat, stand vor einer grossen Herausforderung: Er, der gewohnt ist, eine Jugendmusik zu dirigieren, musste die Probenarbeit angesichts des knappen Zeitplans und der Schwierigkeit des Pflichtstücks im Voraus detailliert planen. Als Selbstwahlstück wurde «The Glacier Express» von Larry Neeck ausgewählt, das gut zur Besetzung und auch zur gesamten Situation passte: Die Band reiste mit dem Zug ans EMF. Schon die Reise selbst war ein grossartiges Erlebnis und stärkte den Zusammenhalt. Dieser beruhte von Anfang auf dem Motto «Egal, wie es läuft, wir bleiben Freunde!» Und die Erfahrung war für alle fantastisch.Am Samstag- und Sonntagnachmittag füllte die Warteschlange, um den Wettbewerb der Höchstklassvereine im Kongresszentrum zu besuchen, praktisch die gesamte Eingangshalle. Vermutlich haben nicht alle einen Platz gefunden, denn der Saal war durchgehend voll. Ein «Erfolg»?!Sonntag, 16.29 Uhr: Inklusive Marschparade mit der Feldmusik Triengen. Aufgrund einer Krankheit sitzt Andrea Steinmann im Rollstuhl. «Es ist cool, dass ich trotzdem dabei sein kann», sagt sie. Ihr Bruder, selbst Rollstuhlfahrer, sei auf die Idee gekommen. Die Herausforderung liege eher bei ihrer Co-Pilotin. Aline Häberlin sorgt dafür, dass Andrea gut ausgerichtet mitfährt, weil die Ausrichtung des Rollstuhls von der Jury bewertet wird, nicht sie selbst. Aline selbst spielt übrigens Fagott, und weil es nicht üblich ist, mit diesem Instrument Parademusik zu machen, ergibt sich eine Win-win-Situation für beide.Kathrin Frei (l.) hat zum zweiten Mal an der Marschparade teilgenommen und ist seit drei Jahren Präsidentin des Vereins. In ihrem ersten Präsidialjahr holte sie an der Rangverkündigung zwar den Siegerpokal ab, fand dies jedoch komisch, weil sie selbst nicht mitmarschiert war. Aufgrund einer Krebserkrankung in der Kindheit fehlt ihr der linke Fuss. Sie überlegte sich, wie sie dennoch teilnehmen könnte, organisierte sich dann einen Sportfuss und kann seither auch bei der Marschmusik mitmachen.