Nach der OK-Präsidentin ist nun der Leiter Musikalisches des EMF26 an der Reihe. Eric Burkhard hat sich den Fragen des Interviewers gestellt. Da die beiden langjährige Freunde sind, duzen sie sich.
Ich wurde vor 62 Jahren in Vevey als Sohn von Deutschschweizer Eltern geboren, die nach Genf gezogen waren, um Französisch zu lernen. So hatte ich das Glück, ab dem Kindergarten zweisprachig aufzuwachsen. Die Sekundarschule besuchte ich in La Neuveville, wo ein junger Lehrer namens Pascal Eicher seine Karriere begann, und dies wiederum später zu meinem Einstieg in die Brassbandszene führte.
Studium in Biel, Ingenieur für Software-Support im Bereich Lagerverwaltung und automatisierte Distributionszentren. Verheiratet mit Karin, drei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder.
Michel Graf schlug mir dies im November 2024 nach der Rangverkündigung des Schweizer Brass Band Wettbewerbs in Luzern vor. Das EMF26 könne entweder in Biel stattfinden - wo bereits genügend Räume vorreserviert seien - oder gar nicht. Und ich sei der Einzige in der Region mit Erfahrung in nationalen Musikwettbewerben, der die beiden in Biel geforderten Sprachen spreche. Und da ich nicht nein sagen kann, wenn man mich um Hilfe bittet, war das entschieden ...
Meine ersten Schritte habe ich in der damals neu gegründeten Brass Band der Mittelschule von La Neuveville gemacht. Danach spielte ich bei der Brass Band Bienne Junior und später bei der Brass Band Bienne, bis sie aufgelöst wurde. Zudem hatte ich das Privileg, an einigen Sommerlagern der Nationalen Jugend Brass Band teilzunehmen. Gemeinsam mit meinen Kindern spielte ich später in der Brass Band Rapperswil-Wierezwil und der Regional Brass Band Bern.
Als Mitglied des Spiels des Infanterieregiments 9 absolvierte ich meine letzten Diensttage bei der Schweizer Militärmusik - kurz vor der Reorganisation, mit der die heutigen Orchester entstanden.

Der erste - und wichtigste - Schritt bestand darin, alle Konzert- und Einspiellokale sowie die Unterkünfte für die Jurymitglieder zu suchen, zu reservieren und vertraglich zu mieten. Anschliessend mussten in Absprache mit der Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands (SBV) der Bedarf an Bühnenvergrösserungen und die akustischen Massnahmen festgelegt werden. Wir haben für jedes Gebäude ein Beschilderungskonzept erarbeitet; nun muss noch festgelegt werden, wie die Wege innerhalb der Gebäude gestaltet werden.
Derzeit teile ich die Helferteams auf die verschiedenen Vortragslokale auf. Die Leistungsbeschreibungen müssen noch verfasst werden. Die Planung der Auf- und Abbauarbeiten ist im Gange. Es gilt, die Beteiligten für die Bereiche Schlagzeug, den Bühnenaufbau, die akustischen Massnahmen, die Aufstellung von Stühlen und Notenständern sowie die Installation der IT-Infrastruktur zur Publikumsinformation und die Jury-Software zu koordinieren.
Wir haben die Wettbewerbssäle dreimal gemeinsam mit Stefan Roth und Peter Schmid besichtigt, um uns auf die endgültige Auswahl zu einigen. Die Planung der Wettbewerbe erforderte daraufhin zahlreiche Abstimmungen und erfolgte in mehreren Durchgängen, um die musikalischen Wünsche bestmöglich mit den organisatorischen Anforderungen in Einklang zu bringen.
Ein Beispiel: Nachdem wir versucht hatten, jeden Verein nach dem Konzertvortrag marschieren zu lassen, mussten wir diese Idee aufgeben, um einen späteren Start am Vormittag zu ermöglichen. Ansonsten kümmert sich der SBV um die reglementarischen Fragen, die Jurys und die IT-Tools für das Fest (Anmeldung, Wettbewerbsplanung, Rangliste und Jurybewertungen), während wir uns um alles kümmern, was mit dem Betrieb der Vortragssäle und der Paradestrecken zu tun hat. Gemeinsam beantworten wir die zahlreichen Fragen, die uns gestellt werden.


Ja, denn ich weiss, wie ein Wettbewerb in einem Saal abläuft, sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen, aber weit weniger, als ich gehofft hatte. Die Grösse der Veranstaltung und ihre geografische Verteilung über die ganze Stadt Biel erfordern nämlich die Berücksichtigung von Aspekten, die bei einer Veranstaltung in zwei Sälen desselben Gebäudes nicht zum Tragen kommen.
Ein Beispiel: Wie versorgt man ein Helfer-Team, das sich etwa 20 Bus-Minuten vom zentralen Verpflegungsort entfernt befindet, und berücksichtigt dabei die Risiken überfüllter Shuttlebusse und einer möglichen Verzögerung im Wettbewerbszeitplan?
Sie sind nach wie vor hochaktuell. Wir hinken bei allem, was wir tun, hinterher, noch bevor wir überhaupt angefangen haben.
In der Tag hätte ich nichts dagegen, auf ein paar Vortragssäle verzichten zu können ...
Ja, es hat viel Zeit und Mühe gekostet. Und würde das Fest nicht am verlängerten Auffahrtswochenende stattfinden, an dem es kaum Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen in den Sälen gibt, wäre es nicht möglich gewesen. Wir hatten das Glück, dass sich keine anderen Buchungen mit unseren Terminen überschnitten, und alle Betreiber zeigten sich sehr kooperativ.

… ein Grundsatz, den wir vor allem dank der Unterstützung der städtischen Schulbehörde einhalten können, die uns die Nutzung ihrer Sporthallen ermöglicht, aber auch dank der kantonalen Einrichtungen (BBZ, Gymnasium und BFB) sowie mehrerer privater Einrichtungen.
Gemäss der nach der Ausgabe 2016 beschlossenen Aufgabenteilung obliegt es dem SBV, die Experten zu engagieren. Ich weiss daher nicht, wie die Lage ist, bin mir aber sicher, dass die meisten Dirigenten das Programm ihres Vereins schon lange im Voraus kannten und sich bereit erklärt haben, an den anderen Tagen als Experten zu fungieren.
Oh nein, wir sind noch weit davon entfernt!

Dass ich nicht genug Helfende finde, dass die Zeitfenster zu kurz sind, dass ich meine verbleibenden Aufgaben nicht mit meinem Vollzeitjob unter einen Hut bringen kann. Kurz gesagt: all die Sorgen eines Veranstalters, der sich wünscht, dass das Fest ein voller Erfolg wird.
Ich habe nicht nachgezählt. Ich weiss nur, dass alle meine Ferien in diesem Jahr dem EMF gewidmet sind und sein werden.

Ein paar Patzer und sogar die eine oder andere Panne lassen sich nicht ganz ausschliessen. Wir tun unser Bestes, damit das Fest «trotz allem» stattfinden kann, und sind schon jetzt dankbar für eure Nachsicht und euer Verständnis.
Brass Band oder Harmonie?
Brass Band, weil ich als Kind zufällig «hineingerutscht» bin.
Bach oder Bartók?
Natürlich beide.
Wettbewerb oder Konzert?
Ein Wettbewerb für die Detailarbeit, die sich im Konzert auszahlen wird.
Pragmatismus oder Theorie? Pragmatismus - die Theorie, ein EMF zu organisieren, bestand bereits vor fünf Jahren …
Meer oder Berge? Meer
Bier oder Wein? Beide, aber ich verzichte gerne auf das Bier, wenn du den Wein auswählst.