Das Nationale Jugendblasorchester steht mit einer neuen Rechtsform, einem neuen Namen und einer neuen Geschäftsführerin vor grossen Veränderungen.
Im zweiten Halbjahr 2025 hat der NJBO-Vorstand eine neue Ausrichtung entworfen und geprüft. Die beiden Dachverbände - der Schweizer Blasmusikverband (SBV) und der Schweizer Jugendmusikverband (SJMV) - haben das Konzept und die empfohlenen Änderungen gutgeheissen.
Die Aufgabe des NJBO ist es, jungen Instrumentalisten auf nationaler Ebene eine erstklassige Ausbildung anzubieten, die von professionellen Institutionen unterstützt wird.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt, eine nationale Plattform für junge Menschen zu schaffen und zu pflegen, Musikcamps, Seminare, Meisterkurse und Konzerte zu organisieren, junge Talente zu vernetzen, eine Höchstklassformation aufzubauen, die Blasmusikkultur in der Schweiz zu fördern und die symphonische Blasmusik auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.

Zur Verwirklichung dieser ehrgeizigen Ziele hat sich der Vorstand für das aus seiner Sicht beste Strukturmodell entschieden, nämlich das einer Stiftung. Diese wird wie das Orchester selbst den Namen Nationales Jugendblasorchester - Schweiz tragen.
Sie wird von einem unabhängigen Stiftungsrat verwaltet und hat die Aufgabe, Finanzmittel zu beschaffen und die angestrebten Ziele in Zusammenarbeit mit den Kantonalverbänden, Musikkommissionen und anderen Instanzen der Bewegung zu verwirklichen.
Diese Änderung der Organisationsform wurde Ende 2025 von der Geschäftsleitung des SBV genehmigt und ist Anfang 2026 in Kraft getreten. Sie wird in drei Schritten umgesetzt.
Als erste Massnahme wurde eine Führungskraft für Verwaltungs- und Finanzangelegenheiten sowie für die Leitung der Vernetzungsplattform mit den verschiedenen Akteuren und Partnerorganisationen eingestellt. In dieser Funktion ist seit dem 1. Februar 2026 Aline Ziörjen tätig (siehe Kasten).
In einem zweiten Schritt folgen die Gründung der Stiftung und die Regelung der damit verbundenen administrativen Fragen. Die Stiftung soll bis Ende Juni ins Leben gerufen werden, wobei die erste Sitzung des Stiftungsrats für September 2026 vorgesehen ist. Bis dahin wird der SBV die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Personal und den sozialen Angelegenheiten wahrnehmen.
In der dritten und letzten Phase geht es darum, die neue Organisation dauerhaft zu etablieren, und zwar mit engagierten Teams, die grösstenteils ehrenamtlich tätig sind.

Aline Ziörjen blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Marketing, Unternehmensführung und Strategie zurück. Sie hat einen EMBA in Marketing Management der Universität Bern und arbeitet als Senior Strategy Consultant.
Die Freiburgerin, die viele Jahre in Bern gelebt hat, beherrscht nicht nur Deutsch und Französisch, sondern ist auch kulturell in der Romandie ebenso stark verankert wie in der Deutschschweiz.
Aline Ziörjen ist Es-Klarinettistin bei der Konkordia Freiburg und der Harmonie Bern-Bümpliz und hat in renommierten Projektorchestern wie dem sinfonischen Blasorchester aulos und dem Orchestre d'Harmonie de Fribourg (OHF) gespielt.
