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Dr. Arnold Spescha und Carlo Balmelli werden mit dem Stephan-Jaeggi-Preis geehrt

Dr. Arnold Spescha und Carlo Balmelli werden mit dem Stephan-Jaeggi-Preis geehrt
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Den beiden SBV-Ehrenmitgliedern wird die höchste Auszeichnung im Schweizer Blasmusikwesen für die Arbeit verliehen, die sie für die Schweizer Blasmusik geleistet haben.

Stephan Jaeggi (1903–1957) war einer der bekanntesten Komponisten und Dirigenten der Schweiz. 1962 wurde die Stiftung zu seinen Ehren gegründet und der Stephan-Jaeggi-Preis ins Leben gerufen. Mehr als 50 Personen konnten bereits den Preis als Dank für ihr grossartiges Wirken zugunsten der Schweizer Blasmusik entgegennehmen.

Der Tessiner Carlo Balmelli wurde am 9. Mai 1969 geboren und erlangte am Konservatorium in Bern in der Klasse von Prof. Branimir Slokar 1991 das Lehrdiplom für Posaune und zwei Jahre später den „Höheren Studienausweis“. Am gleichen Konservatorium begann er 1990 die Ausbildung zum Kapellmeister in der Klasse von Dr. Ewald Körner. Gleichzeitig besuchte er weiterführende Studien bei Horst Stein in Basel, Ralf Weikert in Zürich und Gustav Kuhn in Mailand. Als Blasmusikdirigent ist Carlo Balmelli in seinem Heimatkanton Tessin schon seit 1988 tätig. 1991 war er Gründer und Chefdirigent des Orchestra di Fiati della Svizzera Italiana. 1992 übernahm er die Leitung der Civica Filarmonica di Mendrisio, welche er bis heute führt. Von 1997 bis 2004 dirigierte er die Brass Band Berner Oberland. Seit 2003 ist er der musikalische Leiter der Musikgesellschaft Konkordia Egerkingen und seit 2005 der Stadtharmonie Zürich Oerlikon-Seebach. Carlo Balmelli engagiert sich dane- ben in der Nachwuchsförderung, sei dies als Leiter des Nationalen Jugendblasorchesters (1995-1997), als Leiter der Musikschule des Conservatorio della Svizzera italiana oder als Lehrer an verschiedenen Musikschulen im Tessin. Als hochgeschätzter Experte war er zudem von 2001 bis 2004 Mitglied des Vorstands WASBE Schweiz und ist seit 1998 Mit- glied der Musikkommission des SBV. Carlo Balmelli ist zudem begehrter Gastdirigent und Zuzüger als Posaunist in verschiedenen Orchestern. Er wurde am 4. Mai 2019 an der SBV- DV zum Ehrenmitglied ernannt.

Dr. Arnold Spescha wurde 1941 in Pigniu/Panix in der Surselva geboren. Er war Primarleh- rer in Sevgein und Arosa, studierte dann Romanistik in Zürich, Aix-en-Provence und Perugia. Doktorat. Musikstudien an der MusikakademieZürich und Ausbildung zum Tromp Fw, Spielführer. Arnold Spescha war Gymnasiallehrer für Französisch, Rätoromanisch und Italienisch an der Bündner Kantonsschule Chur. Konrektor. Daneben hatte er Lehrauf- träge für rätoromanische Linguistik und Literatur an den Universitäten Fribourg und Zürich. Arnold Spescha war Spielführer der Rgt Spiele 36, 61 und 13 und Präsident des Verban- des Schweizerischer Spielunteroffiziere (Ehrenmitglied). Von 1970 bis 1982 leitete er die Stadtmusik Chur (Ehrendirigent). Von 1973 bis 1995 war er Präsident der Musikkommis- sion des Graubündner Kantonalen Musikverbandes (Ehrenmitglied) und von 1977–1992 Mitgliedund eine Zeit lang auch Vizepräsident der Musikkommission des Schweizer Blas- musikverbandes (Ehrenmitglied). Arnold Spescha amtete als Experte an zahlreichen Re- gionalen, Kantonalen und Eidgenössischen Musikfesten. Eine besondere Tätigkeit seiner Arbeit im Blasmusikwesen ist sein publizistisches Engagement: Er hat sehr viel über Mu- sik geschrieben, wie z. B. die Geschichte des Graubündner Kantonalen Musikverbandes oder die Arbeit «Man schilt uns <von Dahinten>…» – Blasmusik in Graubünden. Zudem schreibt Arnold Spescha Lyrik und Prosa inSursilvan. Die Gedichte seines Buches «Ei dat ils muments da pass lev/Zeiten leichtfüssigen Schritts», Limmat Verlag, Zürich, gehen von der Musik aus, um zum Menschen zu finden. Viele seiner Gedichte wurden ver- tont. Weitere Arbeiten zu Sprache, Literatur, Geschichte und Musik. CRR-Preis (Cuminanza Rumantscha Radio e Televisiun) 2003. Bündner Kulturpreis 2007.

Die Preisübergabe an Arnold Spescha findet am 28. August 2022 im Rahmen des Prix Musique Finals in Chur statt. Carlo Balmelli bekommt den Preis im Dezember 2022 in Mendrisio überreicht.