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«Paul Huber-Jahr»2026: Théo Rossier gewinnt den Kompositionswettbewerb

«Paul Huber-Jahr»2026: Théo Rossier gewinnt den Kompositionswettbewerb
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Die Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands hat im letzten Jahr einen Kompositionswettbewerb für den bedeutenden Schweizer Komponisten Paul Huber ausgerufen, da sich sein Todestag heuer zum 25. Mal jährt. Nun ist der Gewinner bekannt: Der junge Waadtländer Théo Rossier (Jg. 2002) gewinnt mit seiner Komposition «Ab Uno». Die Uraufführung dieses Werks durch das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel findet an seinem Galakonzert im Rahmen des Finals der Conducting Competition 2026 des SWISS WINDBAND AWARD am 13. September um 17 Uhr im Kurtheater Baden statt.

Elf Teilnehmende aus ganz Europa, darunter eine Frau, haben sich der Aufgabe gestellt und ein neues Werk zu Ehren von Paul Huber komponiert und eingereicht. Die Siegerkomposition «Ab Uno» von Théo Rossier wird am Sonntag, 13. September 2026, in Anwesenheit des Komponisten durch das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel im Kurtheater Baden uraufgeführt.

«Ab Uno» überzeugt

Eine Fachjury, bestehend aus Emilie Chabrol, Stéphane Delley und Felix Hauswirth, prüfte und bewertete die anonymisierten Werke unabhängig voneinander anhand des vorgegebenen Anforderungsprofils. Gefordert war eine Komposition, in der ein Thema aus einem Werk von Paul Huber im Sinne einer Metamorphose verarbeitet wird. Anlässlich ihrer gemeinsamen Sitzung kam die Jury rasch zum Schluss, dass das Werk «Ab Uno» die Kriterien am überzeugendsten erfüllt. Erst nach Abschluss der Bewertung erfuhr die Jury, dass die Komposition vom jungen Waadtländer Komponisten Théo Rossier stammt.

«Die Jury gratuliert dem Komponisten Théo Rossier ganz herzlich zu diesem Erfolg und würdigt seine überzeugende Auseinandersetzung mit dem musikalischen Schaffen Paul Hubers», so Jurymitglied Felix Hauswirth.

Uraufführung am Final des Dirigierwettbewerbs

Die Uraufführung findet im Rahmen der Conducting Competition des SWISS WINDBAND AWARD, ehemals Schweizerischer Dirigentenwettbewerb, statt. Der renommierte Wettbewerb wird 2026 bereits zum 11. Mal ausgetragen. Der Siegerin bzw. dem Sieger öffnet er die Türen zur Karrierelancierung als Dirigentin, als Dirigent.

Drei Dirigierende erreichen den Final. Im ersten Teil studieren sie während je 45 Minuten mit dem Symphonischen Blasorchester Schweizer Armeespiel (Höchstklasse) eine dem Orchester bekannte Komposition ein. Im Rahmen des Galakonzerts im zweiten Teil werden diese Kompositionen wie auch das Werk «Ab Uno» (Théo Rossier) aufgeführt. Der Anlass ist öffentlich und der Eintritt kostenfrei.

Es lohnt sich also, dabei zu sein, wenn am Vorabend des 13. September 2026 junge Dirigier- und Kompositionstalente aufeinandertreffen, und ihr Schaffen gemeinsam zelebrieren.

Théo Rossiers Werk «Ab Uno»

Über den Komponisten

Théo Rossier, am 11. Juni 2002 im Waadtland geboren, interessierte sich schon im Alter von 14 Jahren für das Komponieren. Bis 2019 komponierte er als Autodidakt. Am Konservatorium Lausanne besuchte er im Rahmen des Studiengangs «Blasorchesterleitung» Harmonielehre-Kurse. Beim europäischen Kompositionswettbewerb für Brass Bands 2022 gewann er mit seinem Stück «Stendhal's Syndrome» den ersten Preis. Die Komposition wurde durch die Grimethorpe Colliery Band in der Town Hall in Birmingham uraufgeführt. Seinen Bachelor in klassischer Musik mit Schwerpunkt Komposition schloss Théo Rossier an der Hochschule der Künste Bern ab, wo er bei Xavier Dayer, Irene Galindo Quero und Oliver Waespi studierte. Aktuell studiert er am Konservatorium Freiburg bei Jean-Claude Kolly und Stéphane Delley und setzt seine Ausbildung zum Blasorchesterdirigenten fort.

Über das Werk

«Ab Uno» greift in rhythmischer und melodischer Hinsicht die Anfangstakte des «Adagio für Violoncello solo» von Paul Huber auf. Im Verlauf des Werks werden diese musikalischen Keimzellen in vielfältigen Varianten und vor unterschiedlichen klanglichen und musikalischen Hintergründen weiterentwickelt und transformiert. Die Komposition überzeugt durch ihre klare und schlüssige Struktur ebenso wie durch ihre innovative Tonsprache. Sie sucht und findet neue ästhetische und klangliche Ausdrucksformen und besticht zudem durch eine hervorragende, differenzierte und farbenreiche Instrumentation.